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Apfelblütenstecher (Anthonomus pomorum)

Der Apfelblütenstecher tritt erfahrungsgemäß nur bei unzureichender Bekämpfung in einzelnen Lagen stärker auf und verursacht nur gelegentlich einen wirtschaftlichen Schaden. Auf Befallsflächen sind aber Blütenausfälle von bis zu 80 % nicht auszuschließen.

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© Obstbauberatung LK Steiermark
Apfelblütenstecher
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© Obstbauberatung LK Steiermark
V-Zeichnung am Rücken
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Befallene Blütenknospen

Schadbild

Blüten bleiben in ihrer Entwicklung im Ballonstadium stehen. Die Blütenblätter vertrocknen und verbleiben bis in den Frühsommer am Baum (Abb.). Unter den vertrockneten Blütenblätter findet man nach der Blüte zunächst eine Käferlarve und danach eine Puppe.

Erreger/Lebensweise

Der Apfelblütenstecher ist ein ca. 6 mm großer Rüsselkäfer und besitzt eine typische "V-Zeichnung" am Rücken (Abb.). Die Überwinterung erfolgt außerhalb von Obstgärten. Bereits ab Knospenaufbruch verlässt der Käfer sein Winterversteck und wandert auf Apfelbäume ab. Die Zuwanderung erstreckt sich erfahrungsgemäß über ca. 3 Wochen.
Nach Begattung der Weibchen und dem Reifungsfraß ist ab dem Mausohrstadium mit Eiablage zu rechnen. Das Weibchen bohrt geschlossene Blüten an und legt ein Ei pro Blüte ab. Nach etwa 8 Tagen schlüpft die junge Larve. Die Larve frisst den Blütenboden aus und bewirkt, dass sich die Blütenblätter nicht mehr öffnen. Die Blütenblätter vertrocknen und verfärben sich braun (Abb.). Im Inneren dieser befallenen Blüte verpuppt sich die Raupe. Etwa ab Ende Mai schlüpfen die Jungkäfer. Nach einem kurzen Naschfraß, hauptsächlich an Blättern, suchen die Jungkäfer dann ihre Sommerverstecke auf. Sie überwintern bevorzugt in angrenzenden Waldstücken.