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Holzschädlinge: Wichtige Arten sind Ungleicher Holzbohrer (Xyleborus dispar) und Obstbaumsplintkäfer (Scolytus mali)

Diese können eine Vielzahl von Obstarten befallen und treten zudem noch bei zahlreichen andere Baumarten schädigend auf. Ein stärkerer Befall ist jedoch nur bei bereits geschwächten Bäumen zu erwarten, sodass dies meistens die Folge anderer Ursachen ist (Frostschäden, Trockenstress,..).

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© Obstbauberatung LK Steiermark
Einbohrloch
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Ungleicher Holzbohrer
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Rotfalle zur Minimierung des Befalls

Schadbild

Befallene Bäume weisen zunächst ein vermindertes Wachstum auf. In weiterer Folge sterben einzelne Kronenteile und schließlich der gesamte Baum ab. 
Bei genauer Betrachtung findet man an der Oberfläche von Stamm oder stärkeren Ästen etwa 1 mm große, kreisrunde Löcher (Abb.). Beim Anschneiden zeigt sich, dass diese Bohrgänge durch die Rinde tiefer ins Holz führen. Unter Umständen sind darin sogar Käferlarven oder ausgewachsene Käfer zu finden (Abb.).

Erreger/Lebensweise

Während das Weibchen etwa 3,5 mm groß ist, hat das Männchen nur 2 mm und ist flugunfähig (Abb.). Der Ungleiche Holzbohrer entwickelt jährlich nur eine Generation.
Sobald die Temperaturen im März tagsüber die 15°C Marke erreichen, verlassen die ersten Käfer ihre Brutstätten (befallene Bäume) und besiedeln neue Bäume. Dabei wirken geschwächte Bäumen besonders anziehend. Der stärkste Flug findet im Regelfall im April statt. Die Weibchen bohren zunächst waagrecht durch die Rinde in das Holz einen Gang, ändern dann die Richtung und folgen einem Jahresring. Senkrecht dazu werden auf- und abwärts kurze Seitengänge gebohrt, in welche die Eier abgelegt werden. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von Ambrosiapilzen, die das Muttertier im Magen mitführt und während der Bohrarbeit in den Fraßgängen ansiedelt. Die gesamte Entwicklung bis zum fertigen Käfer findet im Baum statt und dauert bis zum Herbst. Die Überwinterung der fertig entwickelten Käfer erfolgt in den Bohrgängen.

In Befallslagen kann durch das Aufhängen von roten Leimtafeln mit darunterhängenden Alkoholfallen (Abb.) ca. Mitte März die Verbreitung des Käfers eingeschränkt werden.