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Alternaria Blattfall (Alternaria alternata)

Seit Jahren bekommt diese Erkrankung auch in Österreich eine zunehmende Bedeutung. Ein Befall wurde in der Steiermark bisher nur bei Gala und Golden Delicious nachgewiesen. Aus Südtirol ist bekannt, dass auch die bei uns angebaute Sorte Granny Smith von dieser Krankheit betroffen sein kann.*

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© Obstbauberatung LK Steiermark
typisch silbrig- nektrotische Blattflecken mit violett-dunkler Begrenzung
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Lentizellenfärbung auf gelbschaliger Sorte
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Lentizellenfärbung auf rotschaliger Sorte

Schadbild

Ab Frühsommer werden an den Blättern (bevorzugt im vorderen Triebbereich) kreisrunde violette Punkte mit 1-2 mm Durchmesser sichtbar. Daraus ergeben sich innerhalb weniger Wochen braune, unregelmäßige Blattflecken, die sich zunehmend silbergrau verfärben. In weitere Folge kommt es häufig zu einem starken Blattfall.
Befallene Früchte weisen dunkle Stellen von ca. 1 mm an den Lentizellen auf. Zunächst eher im Kelchbereich sichtbar, sind diese Punkte später eher seitlich sichtbar und häufig von einem roten Hof umgeben.

Erreger/Lebensweise

Alternariapilze leben überwiegend von toter organischer Substanz. Einige Rassen können jedoch auch lebende Pflanzen angreifen. Die Überwinterung des Pilzes erfolgt im Falllaub und auf den Fruchtmumien. Alternariasporen verursachen bei feuchten Witterungsbedingungen (8h Blattnässe ausreichend) ab ca. Mitte Mai bis in den Sommer Primärinfektionen an den Blättern. Die ersten Befallssymptome werden erfahrungsgemäß erst ab Juni sichtbar. Sekundärinfektionen werden ebenfalls durch lange Blattnässeperioden gefördert und bewirken bis zur Ernte eine Ausbreitung im Bestand.

*MARSCHALL K., RIZZOLLI W. (2003) Die Alternaria/Lentizellen- und Blattfleckenkrankheit - Bekämpfungsmöglichkeiten