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Kleiner Fruchtwickler (Grapholita lobarzewskii)

Wird der Apfelwickler chemisch bekämpft, tritt der Kleine Fruchtwickler erfahrungsgemäß nicht schädigend in Erscheinung. Bei Apfelwickler-Verwirrung kann es lokal zu Problemen kommen.

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© Obstbauberatung LK Steiermark
Larvengang und Larve des kleinen Fruchtwicklers
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Typische kreisförmige Fraßgänge unter der Schale beim Einbohrloch
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Spiralgang direkt unter dem Einbohrloch

Schadbild

Die Fraßgänge des Kleinen Fruchtwicklers sind nur beim oberflächlichen Hinsehen mit denen des Apfelwicklers zu verwechseln. Während beim Apfelwickler feuchter Kot um die Einbohröffnung zu finden ist, ist dieser beim Kleinen Fruchtwickler trocken und haftet schnurförmig zusammen. Der Bohrgang des Kleinen Fruchtwicklers beginnt immer mit einem deutlichen Spiralgang unmittelbar unter der Schale (Abb.). Die Bohrgänge sind sauber, führen meist nicht direkt zum Kernhaus und Kerne werden nur selten angefressen (Abb.). Neben der Einbohrstelle sind häufig 1-2 runde Ausfuhrlöcher für den Kot sichtbar. Im Spätsommer kommt es gelegentlich zu einem Minierfraß unter der Fruchthaut, dieser ist stern- oder kreisförmig (Abb.). Die Larve des Kleinen Fruchtwicklers ist ausgewachsen nur etwa halb so groß wie die des Apfelwicklers.

Erreger/Lebensweise

Der Kleine Fruchtwickler macht nur eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt als ausgewachsene Larve in einem Kokon an geschützten Stellen unter der Rinde. Im Frühjahr erfolgt die Verpuppung folgeartig. Der Falterflug beginnt ab Ende Mai und hält bis in den Sommer an. Ab Juni ist mit Eiablage zu rechnen. Ausgewachsene Larven verlassen die Früchte und suchen geschützte Stelle zur Überwinterung auf.