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Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 26. Juni 2026
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Wetter
Bis einschließlich Sonntag noch sehr heiß, danach leichte Abkühlung. Ab Sonntagabend bis Montag und wieder ab Mittwoch gewittrig mit teils langen Blattnässezeiten

Kernobst
Schorf, Marssonina: Nachdem die letzte Schorfbehandlung schon einige Zeit zurückliegt, sollte bis Sonntag ein neuer Belag aufgebracht werden, auch um Marssonina vorzubeugen, zB mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung) oder Delan (keine Mehltauwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!).
Danach bei trockenem Wetter eine genaue Kontrolle auf Schorfbefall auf Blättern und Früchten durchführen. Dazu pro Sorte je 200 Früchte und Blätter untersuchen. Bei festgestelltem Schorfbefall müssen die Spritzintervalle weiterhin eng gehalten werden, also bei ca. 8-14 Tagen (vor Regenwetter). Bei weniger als 2 % Befall (< 4 befallene Blätter pro 200 kontrollierte Blätter…) können die Spritzintervalle weiter sein (bis ca. 3 Wochen).
Falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat, ein spezifisches Mehltaufungizid zugeben, zB Topas, in Bio Schwefel (nur unter 25 °C!), Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Heute oder morgen startet rechnerisch der Larvenschlupf aus der günstigen Paarungszeit ab 13. Juni. Daher auf einen intakten Schutz achten. Granulosevirus (auch Bio) wirkt ca. 8 Sonnentage, Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!) wirken etwa Tage. Coragen (bienengefährlich!), das nur einmal jährlich eingesetzt werden darf, wirkt 3-4 Wochen und sollte - wenn möglich - für eine allfällige starke 2. Generation aufgespart werden. Der Flugbeginn der 2. Gen. Startet in warmen Lagen in den nächsten Tagen
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-15 % befallene Langtriebe/Bäume
Feuerbrand: Immer noch erreichen uns Meldungen von Feuerbrand-Symptomen. Betroffen sind v.a. spät blühende oder nachblühende Apfelsorten. Anlagen laufend kontrollieren.

Steinobst
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Blattkrankheiten befallen junge, hellgrüne Blätter, Fruchtfäulen Früchte ab dem Umfärben. Ist einer dieser Faktoren vorhanden, dann vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), v.a. in Bio: vorbeugend: Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub: Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
Pflaumenwickler: Der Larvenschlupf der 2. und damit relevanten Generation startet in frühen Lagen morgen oder übermorgen, in späten Lagen ca. drei Tage später.
Strategie: Sortenweise je nach Erntezeitpunkt 5-6 Wochen vor der Ernte

  • Behandlung mit Coragen, Inecor, Shenzi oder Voliam (WZ 14 T, bienengefährlich!), oder
  • bis zu zwei Behandlungen mit Affirm Opti (WZ 7 Tage, bienengefährlich!),
  • in Bio: Lepinox Plus (max. 3x, keine Wartezeit).

Bei den aktuell sehr heißen Temperaturen keine Blattdünger zugeben!
 
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Bei bienengefährlichen Mitteln blühenden Unterwuchs entfernen!
Notwendige Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C und nicht bei Wind durchführen.

Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 18. Juni 2026
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Wetter
Die nächsten Tage bleiben heiß und weitgehend trocken. Lediglich Wärmegewitter sind möglich.

Kernobst
Apfelwickler: Der Larvenschlupf aus der Schönwetterphase Ende Mai hält an. Daher auf einen intakten Schutz achten. Granulosevirus (auch Bio) wirkt ca. 8 Sonnentage, Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!) wirken etwa 2-3 Wochen. Coragen (bienengefährlich!), das nur 1x jährlich eingesetzt werden darf, wirkt 3-4 Wochen und sollte - wenn möglich - für eine allfällige starke 2. Generation aufgespart werden.
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Der Nützling braucht für seine Entwicklung eine gewisse Wärmesumme. Erfahrungsgemäß setzt die Parasitierungs-Aktivität erst ab Ende Juni/Anfang Juli ein. Schadschwelle: 10-15 % befallene Langtriebe/Bäume. Nur bei gröberen Problemen eine Behandlung durchführen, sonst abwarten.
Blattläuse:
Die Grüne Apfelblattlaus kann bei starkem Auftreten besonders in Junganlagen zu Schäden an Trieben und Blättern führen. Daher Bestände kontrollieren. Bei Bedarf (Schadschwelle: 10 Kolonien bei 100 kontrollierten Trieben) eine Behandlung durchführen, zB mit Teppeki (bienengefährlich!), in Bio: Schädlingsfrei Konzentrat (Rapsöl) oder Raptol (bienengefährlich!). Die Mehlige Apfellaus wandert derzeit auf Wegerich ab und kann danach nicht mehr bekämpft werden.
Das trockene Frühjahr hat Schorf bisher gut in Schach gehalten. Erst bei Gefahr auf längere Blattnässedauer ist ein neuer vorbeugender Schutz auszubringen. Mehltautriebe laufend entfernen. Bei notwendigen Behandlungen ein Mittel mit Mehltauwirkung beigeben (Schwefel nur unter 25 °C).
 
Steinobst
KirschFRUCHTfliegen: Bei Fallenfängen: Ab dem Umfärben der jeweiligen Sorte ein bis zwei Behandlungen durchführen, zB mit Mospilan (WZ 7 Tage). Mospilan nicht mit Fungiziden der Gruppe FRAC 3 (=FRAC G1) mischen, zB Score, Luna Veggie, Topas etc.! Die Mischung wirkt bienengefährlich. Kein Bio-Mittel verfügbar.
KirschESSIGfliege: Netze müssen dauernd geschlossen sein. Bei Befall von Einzelbäumen diese rasch abernten und Sortenblock behandeln, zB mit Spintor, WZ 3 T (auch Bio, bienengefährlich!). In Bio auch Raptol HP (Pyrethrum, WZ 3 T, bienengefährlich!)
Blattläuse: Bei Überschreiten der Schadschwelle nach der Blüte (Kleine Pflaumen-laus=Grüne Zwetschgenlaus: max. 3 Kolonien/100 Triebspitzen, Schwarze Kir-schenlaus: max. 5 Kolonien/100 Triebspitzen) eine Bekämpfung durchführen, zB mit Teppeki (bienengefährlich!) oder Mospilan, in Bio zB NeemAzal.
 
 
Behandlungen nicht in der vollen Hitze ausbringen!
Wartezeiten und Abstandsauflagen reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)! Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 5. Juni 2026
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Wetter
Bis Montag allmähliche Erwärmung auf ca. 25 °, Dienstag und Mittwoch deutlich kühler und vor allem am Dienstag hohe Regenwahrscheinlichkeit. Im Oberland evtl. bereits ab Samstag Schauer möglich. Danach wieder trocken.

Kernobst
Schorf: In Anlagen mit sichtbarem Befall oder wenn die letzte Behandlung schon länger zurückliegt, spätestens am Montag einen neuen Belag aufbringen, zB mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!)
Gegen Mehltau ein Fungizid zugeben, zB Schwefel (auch Bio, nur unter 25 °C!), falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat. Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Ab ca. Mittwoch beginnt rechnerisch der Larvenschlupf aus der günstigen Paarungszeit um den 25. Mai herum. Daher auf einen intakten Schutz achten. Granulosevirus (auch Bio) wirkt ca. 8 Sonnentage, Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!) wirken etwa Tage. Coragen (bienengefährlich!), das nur einmal jährlich eingesetzt werden darf, wirkt 3-4 Wochen und sollte - wenn möglich - für eine allfällige starke 2. Generation aufgespart werden.
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-.15 % befallene Langtriebe/Bäume

Steinobst
Strategie KirschFRUCHTfliegen (KFF): Bei Fallenfängen: Ab dem Umfärben der jeweiligen Sorte eine Behandlung durchführen, z.B. mit Mospilan (WZ 7 Tage, in Mischung mit Fungiziden der Gruppe FRAC 3, zB. Score, Luna Veggie, Topas etc.: bienengefährlich! oder Benevia (WZ 7 Tage, Notfallzulassung, bienengefährlich!). Mospilan, wie auch Benevia dürfen nur 1x eingesetzt werden. Kein Biomittel verfügbar.
Strategie KirschESSIGfliege (KEF) : Rechtzeitig vor der einsetzenden Reife die Netze schließen. Bei Befall von Einzelbäumen diese rasch abernten und kompletten Sortenblock behandeln, z.B. mit Spintor (auch Bio, WZ 3 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!).
Benevia hat auch eine gute, Mospilan eine spürbare Nebenwirkung gg. KEF. Zur Bienengefahr: siehe Kirschfruchtfliege.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (WZ 21 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
 
Wartezeiten und Abstandsauflagen reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 29. Mai 2026
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Wetter
Bis einschließlich Sonntag heiß, danach Abkühlung auf etwa 22 °C. Ab Sonntag bis Ende nächster Woche Gewitter und Schauer.

Kernobst
Schorf: Vor den Niederschlägen allgemein einen neuen Belag aufbringen, zB mit Delan, in Bio mit einem Kupfermittel (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!)
Gegen Mehltau ein entsprechendes Fungizid zugeben, zB Vegas, in Bio Schwefel (nur unter 25 °C!), falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat,. Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Zwischen 4. und 7. Juni startet lt. unserer Prognosen an allen Wetterstationen im Tal der Larvenschlupf. Daher rechtzeitig mit der Bekämpfung starten. Bei geringen Fangzahlen und wenig Befallsdruck mit einem Granulosevirus-Mittel (auch Bio), ansonsten Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!)
Feuerbrand: In einigen Apfelanlagen wurde massiver Feuerbrandbefall gemeldet, vor allem betroffen ist - wieder einmal - die Sorte ‚Wellant‘. Im Umfeld wurden auch andere Apfel- oder Birnensorten befallen, allerdings deutlich weniger dramatisch, im Hausgarten sind zB wieder die Apfelsorten ‚Tramin‘ oder ‚Kronprinz Rudolf‘. Die Befallsstellen baldmöglichst abbrechen und der Entsorgung/Verbrennung zuführen. Birnen blühten in der Regel in einer kühlen Wetterphase, so dass Befall wahrscheinlich von letztjährigem Altbefall stammt.
Steinobst
Strategie KirschFRUCHTfliegen (KFF): Bei Fallenfängen: Ab dem Umfärben der jeweiligen Sorte eine Behandlung durchführen, z.B. mit Mospilan (WZ 7 Tage, in Mischung mit Fungiziden der Gruppe FRAC 3, zB. Score, Luna Veggie, Topas etc.: bienengefährlich! oder Benevia (WZ 7 Tage, Notfallzulassung, bienengefährlich!). Mospilan, wie auch Benevia dürfen nur 1x eingesetzt werden. Kein Biomittel verfügbar.
Strategie KirschESSIGfliege (KEF) : Rechtzeitig vor der einsetzenden Reife die Netze schließen. Bei Befall von Einzelbäumen diese rasch abernten und kompletten Sortenblock behandeln, z.B. mit Spintor (auch Bio, WZ 3 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!).
Benevia hat auch eine gute, Mospilan eine spürbare Nebenwirkung gg. KEF. Zur Bienengefahr: siehe Kirschfruchtfliege.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (WZ 21 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.

Bitte Wartezeiten reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.

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