Wetter
Die Nacht von Freitag auf Samstag bringt Bodenfrost. Die Wetterberichte gehen von Temperaturen von ca. -5 °C aus. Die Tage danach wird es nahezu frostfrei bleiben.
Frostgefahr
Die Frostempfindlichkeit von Obstblüten ist stark vom Wuchsstadium abhängig.
Bei Kernobst und Zwetschken beginnt um den Knospenaufbruch herum die kritische Temperatur an den Blütenknospen bei etwa -5 °C, bei Kirschen bei etwa -3 °C. Ob und wie stark Frostschäden eintreten, hängt davon ab, wie weit die Temperaturen unter diese Grenze absinken und wie lange sie andauern. Bei Erdbeeren hält die geschlossene Knospe ca. -5 °C aus.
In den meisten Fällen dürften wohl keine gröberen Schäden eintreten, da die Blütenknospen noch recht geschlossen sind und ausreichend „Frostschutz“ besitzen. Aber das kann an sehr frühen Standorten anders sein.
Maßnahmen in gefährdeten Beständen:
- Fahrgasse kurz mähen à der relativ warme Boden kann dann besser Wärme abstrahlen
- Flache Kulturen (Erdbeeren, Brombeeren…) mit Vlies abdecken
- Kernobst: Frostberegnung
- Steinobst: Frostberegnung, ggf. Überdachung schließen (Vorsicht falls Schnee kommt!).
Feuchttemperatur für Frostberegnung
Auf unserer Warndienstseite ist die Grafik für die Feuchttemperaturen wieder online. Falls eine Frostberegnung notwendig ist, die Temperaturen also unter die kritische Grenze sinken werden, sollte sie ab +2°C eingeschaltet werden. Ausschalten erst, wenn die Temperaturen wieder deutlich im Plus liegen!
Hier der Link: https://obstwarndienst.lko.at/2590/Wettermesswerte
Ab morgen Mittag Niederschläge und beginnende Abkühlung. Donnerstag und Freitag max. 5°. Ab Freitagmittag wieder trocken. Die Nacht auf Samstag wird frostig.
Kernobst
Schorf: Die nächsten Niederschläge dürften zu einem starken Ausstoß von Schorfsporen führen. Die für Infektionen notwendige Blattnässedauer beträgt bei +5°C allerdings über 2 Tage. Somit nur in Anlagen mit Schorfproblemen: Vor dem Regen eine Kupfer-Behandlung durchführen (auch Bio). Nebenwirkung auch gg. Obstbaumkrebs und Kragenfäule.
Apfelblütenstecher: Solange es noch über 10 °C warm ist, in Problemanlagen die Bäume auf Befall kontrollieren. Sollten an mehr als 15 von 100 kontrollierten Knospen Fraßschäden sichtbar sein, kann eine Bekämpfung bei warmem Wetter sinnvoll sein, zB mit Spruzit (auch Bio).
Steinobst
In Anlagen mit Schrotschuss-Problemen vor dem Regen eine Kupferbehandlung durchführen (auch Bio).
Monilia: Ein Blütenbefall kann erst ab dem Ballonstadium erfolgen. Daher ist normalerweise noch keine Behandlung nötig. Vorbeugend aber Fruchtmumien entfernen.
Zwetschken auf Befall mit der Kleinen Pflaumenlaus kontrollieren. Ab einer Schadschwelle von 2 befallene Knospen pro 100 kontrollierten, sollte vor oder zum Blühbeginn eine Bekämpfung stattfinden, sobald es wieder wärmer ist.
Verschärfte Auflagen bei vielen Kupfermitteln
Bei Kupferbehandlungen die neuen verschärften Auflagen einiger Mittel beachten (Gewässerabstände, Abstände zu Nichtkulturland, abtriftmindernde Spritztechnik, Bienengefährlichkeit, Wiederbetretungsauflagen, max. 4 kg Reinkupfer pro Jahr…).
à
Die aktuellen Auflagen stehen im Pflanzenschutzmittelregister (https://psmregister-neu.baes.gv.at). Als Wirkstoff Kupfer eingeben.
Ab Samstagvormittag bis in die Nacht hinein regnerisch mit möglicherweise längeren Blattnässezeiten. Am Freitag sehr mild. Ab Samstag etwas kühler, frostfrei.
Kernobst
In Anlagen mit nennenswert Grün, vor allem bei Vorjahrsproblemen mit Schorf, vor dem Regen eine Behandlung gg. Schorf durchführen, zB mit einem Kupfermittel wie Flowbrix, Funguran oder Cuprozin, (auch Bio, Nebenwirkung auch gg. Obstbaumkrebs, Kragenfäule, äußerliche Feuerbrandbakterien). Die teils neuen Auflagen bei Kupfer beachten (Abstandsauflagen, Wiederbetretungsfristen…)
In Anlagen mit Blattlaus- und/oder Spinnmilbenproblemen ein Ölprodukt gg. die Eier oder Jungstadien beimischen, Promanal, Para Sommer o.ä. (auch Bio)
Allgemein
Nicht vergessen: Für Anwender mit Pflanzenschutzmittelausweis gilt bereits die etwas erweiterte Aufzeichnungspflicht, allerdings noch händisch (innerhalb 3 Tagen aufzeichnen!). Eine Aufzeichnungsvorlage kann beim Land Vorarlberg herunter geladen werden. Hier der Link: https://vorarlberg.at/-/pflanzenschutzmittelausweis (unten auf der Seite, im Downloadbereich).
Hinweis: Falls Sie überlegen, für die Pflanzenschutzmittelaufzeichnungen das kostenlose Tool der LK zu verwenden (Siehe: https://ooe.lko.at/lk-pflanzenschutz-tool-ein-kostenloses-edv-programm-zur-pflanzenschutz-aufzeichnung+2400+4366156), empfehlen wir die Online-Einschulungen. Für Obst und Wein gibt es vorerst diese beiden Termine zur Auswahl:
Bis Samstag sind noch recht milde Temperaturen vorhergesagt. Danach wird es ein paar Grad kühler. Heute und morgen Nacht sind einzelne Regenschauer möglich.
Kernobst
In frühen Lagen und an früh austreibenden Sorten ist bereits mehr oder weniger Grün zu sehen.
Mit Schorfinfektionen ist derzeit aber noch nicht zu rechnen, da die Blattnässezeiten voraussichtlich nicht ausreichen.
Die Tage noch für Kontrolle (Läuse, Spinnmilben, Blütenstecher…) und Sanierung (Obstbaumkrebs, Feuerbrand, Apfeltriebsucht…) der Anlagen nutzen. Es lohnt sich, auch die Blühstärke abzuschätzen.
Steinobst
Auch bei Steinobst noch ausstehende Kontrollen durchführen. Bei Kirschen sind wohl schon erste Stammmütter der Schwarzen Kirschenlaus gefunden werden.
Allgemein
Die Pflanzenschutztechnik auswintern und kontrollieren!
Hinweis: Falls Sie überlegen, für die Pflanzenschutzmittelaufzeichnungen das kostenlose Tool der LK zu verwenden (Siehe: https://ooe.lko.at/lk-pflanzenschutz-tool-ein-kostenloses-edv-programm-zur-pflanzenschutz-aufzeichnung+2400+4366156), empfehlen wir die Online-Einschulungen. Für Obst und Wein gibt es vorerst diese beiden Termine zur Auswahl:
17. März, 19-20 Uhr und 24. März, 19-20 Uhr
Es ist keine Anmeldung erforderlich. Einfach zur angegebenen Zeit mit folgendem Link in Zoom einsteigen: https://eu01web.zoom.us/j/64151655559 (für alle Termine gleich).