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Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 13. Mai 2026
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Wetter
Heute im Laufe der Nacht Beginn einer regnerischen Phase, die bis in den Sonntag, evtl. sogar bis Dienstag reicht. Die Temperaturen bleiben bis Sonntag gedämpft, zwischen 10 und 15 °C.

Kernobst
Schorf: Es stehen regnerische Tage bevor, die eine Belagserneuerung am Samstag aufgrund des Blattzuwachses und - je nach verwendetem Mittel - der Abwaschung notwendig macht, zB mit Captan oder bei Mehltaugefahr mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (mit Mehltau-Nebenwirkung), oder bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Manche Kupfermittel: zB Recudo, Grifon SC, Badge WG: bienengefährlich!)
Feuerbrand: Es wurden von einem Betrieb im Rheindelta Blütensymptome an Apfelsorten gemeldet, die um den 1. Mai herum geblüht haben. In dieser Zeit gab es an vielen Stationen Infektionsbedingungen. Allerdings ist die Inkubationszeit bei Apfel eigentlich noch nicht ausgelaufen, nur bei Birne. Bitte Sorten mit Blütezeit zwischen 25.4. und 5.5. kontrollieren.
Probleme beim Obstbauwarndienst: Die Berechnungen und Grafiken zum Schorf und zum Feuerbrand laden sich derzeit extrem langsam. Der Vorgang kann sich über Minuten hinziehen. Allerdings: Irgendwann kommen die Infos. Die Kollegen sind am Problem dran. Allerdings rechnen sie mit einer Lösung erst Anfang nächster Woche.

Steinobst
An Kirschen rechtzeitig Gelbtafeln zur Überwachung der Kirschfruchtfliege aufhängen.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
 
Bitte Wartezeiten reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
 

 


 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 8. Mai 2026
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Wetter
Bis Sonntag Erwärmung auf bis zu 25 °C. Ab Sonntagabend bis Sonntag darauf regnerisch und deutlich kühler.
Kernobst
Schorf: Aus der möglichen Infektionsphase um den 15. April herum ist die Inkubationszeit abgelaufen. Allfällige Schorfflecken müssten somit an den dort vorhandenen Blättern sichtbar sein. Es steht uns eine regnerische Woche bevor, die eine Belagserneuerung am Samstag aufgrund des starken Blattzuwachses notwendig macht, zB mit Captan oder bei Mehltaugefahr mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), oder bei verträglichen Sorten auch Kupfer.
Feuerbrand: In der Zeit zwischen 27.4. und 6.5. gab es vielerorts große Gefahr von Blüteninfektionen. Betroffen waren vor allem Äpfel und Quitten. Birnen waren bereits großteils abgeblüht. Sollten an Birnen dennoch Infektionen erfolgt sein, wären erste Symptome am Wochenende sichtbar. Bei Apfel dauert die Inkubationszeit länger.
Blüten, die gestern schon geblüht haben, hätten am Sonntagabend die Wärmesumme für eine Infektion beisammen, Blüten die heute aufgehen, ebenfalls. Dies betrifft Junganlagen. Möglich wäre ein Verätzen der Blüten bis morgen, zB mit ATS, in Bio mit Curatio (bienengefährlich!)
Blattläuse: Bäume auf Befall kontrollieren und bei Überschreiten der Schadschwelle eine Bekämpfung durchführen. Besonderes Augenmerk auf die Mehlige Apfellaus legen (Schadschwelle: 1-2 % der kontrollierten Bäume), zB mit Teppeki (bienengefährlich!), in Bio NeemAzal.
Ausdünnung: In den nächsten Tagen erwarten wir gute Bedingungen für eine chemische Ausdünnung mit 1-NAA/NAAm (Diramid, Amidir) bis kurz nach der Blüte. Sollten die jungen Früchte bereits 10 mm erreicht haben, ginge auch 6-BA (Exilis, Globaryll, MaxCel), bzw. die kombinierte Anwendung mit NAA (Dirager, Fruitone etc.). Eine ausführliche Anleitung kann aus der Schweiz geladen werden: https://redaktion.strickhof.ch/server/api/dokument/GetDokument?id=16205                                                                                                                    
Steinobst
An Kirschen rechtzeitig Gelbtafeln zur Überwachung der Kirschfruchtfliege aufhängen.
Blattläuse: Bei Überschreiten der Schadschwelle nach der Blüte (Kleine Pflaumenlaus = Grüne Zwetschgenlaus: 3 Kolonien/100 Triebspitzen, Schwarze Kirschenlaus: 5 Kolonien/100 Triebspitzen) eine Bekämpfung durchführen, zB mit Teppeki (Wartezeit: 14 Tage, bienengefährlich!), in Bio zB NeemAzal (Wartezeit: 7 Tage).
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 4. Mai 2026
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Wetter
Heute noch weitgehend trocken und warm.  Morgen Mittag bis in den Donnerstag hinein regnerisch ohne große Regenmengen, und ab Mittwoch Abkühlung. Besonders morgen windig.

Kernobst
Schorf/Mehltau: Nach der langen Trockenphase warten sehr viele Schorfsporen auf ihren Ausstoß. Daher vor dem Regen, unter Beachtung der Windsituation, unbedingt einen neuen Belag aufbringen, zB Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), oder bei verträglichen Sorten auch Kupfer.
Sägewespen: Wo noch nötig bei Überschreiten der Schadschwelle (10-40 Wespen pro Weißfalle, je nach Blütenansatz) nach Blühende der Sorte, zB mit der Schorfspritzung eine Bekämpfung durchführen, zB mit Mospilan oder Sivanto Prime (in Mischung mit manchen Fungiziden bienengefährlich!), in Bio mit Quassol (bienengefährlich!)
Feuerbrand: Die lang andauernde Wärme hat die Feuerbrandgefahr stark ansteigen lassen. Sie wird wohl erst in der 2. Wochenhälfte wieder zurückgehen. In Blütenproben wurden zunehmend mehr Bakterien gefunden, so dass man, v.a. bei später blühenden Sorten uU mit Blütenbefall rechnen muss. Allerdings ist die Birnen- und auch die Apfelblüte inzwischen weitgehend vorbei.
Näheres zur Befallsgefahr unter https://obstwarndienst.lko.at/1970/Feuerbrand-Apfel.

Steinobst
Blattkrankheiten: Wo in den letzten 10 Tagen keine Behandlung durchgeführt wurde, sollte vor den nächsten Niederschlägen eine Fungizidbehandlung durchgeführt werden, zB mit Switch, Signum, Revyona o.ä., in Bio Kumar+Netzschwefel oder mit einem Kupfermittel.

Zum Kupfer: Kupfer ist ein wichtiger Pflanzenschutzwirkstoff und besonders im Bio-Anbau derzeit unverzichtbar. Einige Kupfermittel (Recudo, Grifon, Badge…) sind aber inzwischen als bienengefährlich eingestuft worden. Alle bienengefährlichen Mittel dürfen zum Schutz von bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen oder Unkräuter aufgebracht und nicht an Stellen angewendet werden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind, zB bei Honigtau durch Blattlausbefall.
Auch einige Abstandsauflagen wurden verschärft.
Bitte also die neuen Vorgaben beachten!
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 30. April 2026
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Wetter
Zunehmend sommerlich und trocken mit bis über 25 °C am Samstag und Sonntag. Ab Montag Abkühlung, ab Dienstag regnerisch.
In der Nacht auf morgen kann es frostig werden. Bitte beachten und Frostschutzmaßnahmen vorbereiten.

Kernobst
Feuerbrand: Im Bereich unserer Wetterstationen Höchst und Lustenau liegt die Wärmesumme seit Montag dauernd über dem Grenzwert. Gestern lagen auch Tagesdurchschnitt und Feuchtigkeit über der Grenze, so dass bei blühenden Birnen, Äpfeln und Quitten mit Blüteninfektionen gerechnet werden muss. Die Situation entspannt sich erst ab Anfang nächster Woche langsam.
Im Bereich unserer Wetterstationen Hard und Schlins liegt die Wärmesumme seit Montag stets knapp unter oder knapp über dem Grenzwert, steigt aber jetzt weiter an. Allerdings lag der Tagesdurchschnitt stets deutlich unter dem Grenzwert. Dies ändert sich aber am Samstag.
Im Bereich unserer Wetterstationen Hörbranz und Schwarzach Linzenberg erreicht die Wärmesumme erst morgen oder übermorgen den Grenzwert und steigt dann an. Auch hier lag der Tagesdurchschnitt bis jetzt deutlich unter dem Grenzwert. Dies ändert sich aber am Samstag.
Schorf: Derzeit mindert das trockene Wetter die Schorfgefahr. Ab Dienstag wird Regen vorhergesagt, so dass man am Montag eine Schorfbehandlung einplanen sollte.
Sägewespen: Die Weißfallen auszählen. Bei Überschreiten der Schadschwelle (10-40 Wespen pro Weißfalle, je nach Blütenansatz) nach Blühende der Sorte, zB mit der nächsten Schorfspritzung eine Bekämpfung einplanen, zB mit Mospilan oder Sivanto Prime (in Mischung mit manchen Fungiziden bienengefährlich!), in Bio mit Quassol (bienengefährlich!)

Steinobst
Blattkrankheiten: Vor den nächsten Niederschlägen sollte eine Fungizidbehandlung durchgeführt werden, zB mit Switch, Signum, Revyona o.ä., in Bio Kumar+Netzschwefel oder mit einem Kupfermittel.
 

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