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Kirschenblütenmotte (Argyresthia pruinella)

Die Kirschblütenmotte kann sowohl bei Süß- als auch Sauerkirschen schädigend auftreten. Ein starker Befall ist erfahrungsgemäß nur in einzelnen Anlagen festzustellen, das Schadensausmaß kann dort jedoch beträchtlich sein.

KiblütenmotteMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Befallene Blüten mit Kotauswurf
KirschblütenmotteMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Larve

Schadbild

Zur Blüte fällt an den Blütenkronblättern ein kreisrundes Loch auf. Im Inneren einer befallenen Blüte befindet sich ein feines Gespinnst unter dem sich eine bis zu 8 mm große, grünliche Raupe aufhält. Diese frisst an den Blütenorganen, wodurch befallene Blüten mit Blühende abgestoßen werden. Ohne genaue Betrachtung wird der Schaden häufig einer schlechten Befruchtung zugeschrieben.

Erreger/Lebensweise

Im Sommer legen die Weibchen in Rindenritzen und an Knospenschuppen ihre gelblichen Eier ab. Die Überwinterung erfolgt als schlupfreifes Räupchen im Ei. Bereits vor oder zeitgleich mit dem Knospenaufbruch im Frühjahr, schlüpfen die jungen Raupen und dringen ins Innere von Blütenknospen ein. Dort fressen sie sich dann durch die Blütenblätter ins Innere von Blüten und zerstören Griffel und Fruchtknoten. Noch während oder rasch nach der Blüte seilen sich die ausgewachsenen Larven zu Boden ab und verpuppen sich knapp unter der Oberfläche. Im Sommer kommen daraus die Falter zum Vorschein und beginnen nach der Paarung mit der Eiablage.