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Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) und Bohnenspinnmilbe (Tetranychus urticae)

Spinnmilben zählen neben den Apfelwickler zu den bedeutendsten Schädlingen im Apfelanbau. Aufgrund der Möglichkeit zur Massenvermehrung können enorme Schäden verursacht werden. Im Gegensatz zum Apfelwickler wird die Entwicklung der Population stark von Nützlingen (vor allem Raubmilben) beeinflusst. Häufig bringen Nützlinge eine  ausreichend Regulation. Bei der Birne haben Spinnmilben keine Bedeutung.

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© Obstbauberatung LK Steiermark
Durch Saugtätigkeit von Spinnmilben geschädigte Blätter
Gemeine Spinne.jpg
© Obstbauberatung LK Steiermark
Gemeine Bohnenspinnmilbe
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Obstbaumspinnmilbe
Spinnmilb.jpg
© Obstbauberatung LK Steiermark
Obstbaumspinnmilbe auf Blattunterseite

Schadbild

Durch die Saugtätigkeit der Milben kommt es zu einer Sprenkelung der Blätter. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter bronzefarben. Durch Verlust der Assimilationsleistung kann es zur Beeinträchtigung der Fruchtgröße und besonders der Ausfärbung kommen, auch die Blütenknospenqualität leidet darunter.

Erreger/Lebensweise

Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi):

Die Überwinterung erfolgt als ausgewachsenes, karminrotes Weibchen. Das Weibchen der Sommergenerationen ist grünlich mit zwei dunklen Flecken seitlich am Körper. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen und haben einen nach hinten zugespitzten Körper. Die Gemeine Spinne lebt hauptsächlich an den Unterkulturen. Erst zu Beginn des Sommers werden die Obstkulturen besiedelt. Die Eier sind kugelförmig durchscheinend, werden auf die Unterseite von Blättern abgelegt und durch ein feines Gespinst geschützt. Es werden bis zu 6 Generationen pro Jahr gebildet.

Bohnenspinnmilbe (Tetranychus urticae):

Die Überwinterung erfolgt als ausgewachsenes, karminrotes Weibchen. Das Weibchen der Sommergenerationen ist grünlich mit zwei dunklen Flecken seitlich am Körper (Abb.). Die Männchen sind kleiner als die Weibchen und haben einen nach hinten zugespitzten Körper. Die Gemeine Spinne lebt hauptsächlich an den Unterkulturen. Erst zu Beginn des Sommers werden die Obstbäume besiedelt. Die Eier sind kugelförmig durchscheinend, werden auf die Unterseite von Blättern abgelegt und durch ein feines Gespinst geschützt. Es werden bis zu 6 Generationen pro Jahr gebildet.