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Gemeiner Birnblattsauger (Psylla piri) und Großer Birnblattsauger (Psylla pirisuga)

Der Gemeine Birnblattsauger ist zweifellos der gefährlichste Schädling bei der Birne. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate kann innerhalb kurzer Zeit ein Massenauftreten erfolgen, zudem kann sehr rasch eine Resistenz gegenüber Insektiziden aufgebaut werden. Weit weniger schädigend ist der Große Birnblattsauger, der nur kurze Zeit im Frühling und Frühsommer in den Birnanlagen zu finden ist.

BBS Grüne KnospeMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Birnblattsauger
BBSBirnblattsaugereierFR.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Eigelege
BBSDSCN9406MU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Eiegelege auf Blattoberseite
BBSDSCN4899MU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Larvenstadien
BBSDSCN8669MU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Ansiedlung von Rußtaupilzen auf Blättern aufgrund von Honigtauproduktion
BBSFolgeschäden durch starken BirnblattsaugerbesatzMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Rußtaupilze auf Frucht aufgrund von Honigtaubildung
keine
© Obstbauberatung LK Steiermark
Abwaschen des Honigtaus mit Netzmittel und Seife

Schadbild

Das Schadbild der beiden Arten ist sehr ähnlich. Die Larven saugen an frischen Trieben und Blättern und scheiden große Mengen Honigtau ab. Befallene Blätter rollen sich ein und können bei anhaltendem Befall eintrocknen. Der größte Schaden entsteht in den meisten Fällen durch die Verschmutzung der Früchte mit Honigtau und der damit verbundenen Ansiedelung von Schwärzepilzen (Abb.).

Erreger/Lebensweise

Gemeiner Birnblattsauger

Der Gemeine Birnblattsauger überwintert als erwachsenes Insekt am Baum oder in Verstecken am Boden. Während des Austriebes (Knospenschwellen) beginnen die Weibchen bereits mit der Eiablage.
Während die ersten Eier üblicherweise an die Rinde einjähriger Triebe geheftet werden, findet die weitere Eiablage direkt auf austreibende Knospen und später auf junge Blätter statt (Abb.). Die Haupteiablage der Wintergeneration findet erfahrungsgemäß im Zeitraum vom Grün- bis Rotknospenstadium statt. Die Eier sind zitronengelb und verfärben sich mit zunehmendem Alter bis zu einem satten orangegelb. Während der Blüte ist mit dem Einsetzen des Larvenschlupfs zu rechnen. Die jungen Larven (Abb.) saugen bevorzugt im Bereich der Triebspitzen und scheiden dabei große Mengen Honigtau ab. Bald nach Blühende sind die ersten Larven ausgewachsen und beginnen wiederum mit der Eiablage. Bis zum Herbst können sich je nach Temperaturverlauf 4 bis 5 Generationen  bilden und aufgrund der starken Vermehrung einen Massenbefall verursachen. Birnblattsauger können auch den Birnenverfall übertragen.
 

Großer Birnblattsauger

Ist auf den ersten Blick vom Gemeinen Birnblattsauger kaum zu unterscheiden. Auch die Körpergröße unterscheidet sich (anders als der Name vermuten lässt) kaum.
Im Gegensatz zum Gemeinen Birnblattsauger ist der Große Birnblattsauger jedoch weit weniger schädigend, da er nur eine Generation bildet und schon kurz nach der Blüte auf Nadelgehölze abwandert.