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Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum)

Birnengitterrost hat nur im extensiven Birnenanbau eine Bedeutung. In Erwerbsobstanlagen wird bei der Schorfbekämpfung eine ausreichende Nebenwirkung erzielt.

Birnengitterrost_1_Muster.jpg
© Obstbauberatung LK Steiermark
Blattflecken
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Einschränkung der Assimilationsleistung durch starken Blattbefall
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Bildung von Sporenlagern auf der Blattunterseite

Schadbild

Ab dem Frühsommer werden orange-rot gefärbte, mehrere mm große Flecken an der Blattoberseite sichtbar (Abb.). Im Laufe des Sommers dringt der Pilz bis zur Blattunterseite durch und bildet dort typische Pusteln in denen die Sporen für die weitere Verbreitung gebildet werden (Abb.). Bei starkem Befall kommt es häufig zu einem vorzeitigen Blattverlust.

Erreger/Lebensweise

Die Fruchtkörper an der Unterseite von Birnenblättern setzen Sporen frei, die darauf ausgerichtet sind, Triebe von Wacholdersträuchern (=Zwischenwirt) zu befallen. Dort bilden sich dann auffällige Verdickungen, in denen der Pilz überwintert. Ab April/ Mai des Folgejahres beginnen sich von den Befallsstellen am Wacholder Sporen abzusondern, die wiederum die Blätter des Birnbaums befallen können. Da diese Sporen anscheinend nur über geringe Entfernungen (innerhalb 100 m) verfrachtet werden, findet ein Befall an Birnbäumen erfahrungsgemäß nur in der Nähe von Wacholdersträuchern statt.