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Fruchtfäulen

Von den zahlreichen Fäulniserregern, die Birnen befallen können, spielt  Fruchtmonilia (Monilinia fructigena) die bedeutendste Rolle. Der Ausbruch dieser Krankheit kann entweder schon im Spätsommer an der reifenden Frucht oder erst nach der Ernte im Obstlager erfolgen.

MoniliaMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Konzentrische Sporenlager

Schadbild

Sichtbar wird ein Befall zunächst anhand einer Faulstelle auf der Frucht, die nach und nach die gesamte Frucht erfasst. Erfolgt der Ausbruch der Krankheit noch vor der Ernte, sind auf den Befallsstellen häufig auch in konzentrischen Kreisen angeordnete Sporenlager zu sehen (Abb.). Gelegentlich trocknen die befallenen Früchte ein und bleiben als sog. Fruchtmumien über den Winter am Baum hängen.

Erreger/Lebensweise

Infektionen von Fruchtmonilia können ab Juni praktisch bis zur Ernte erfolgen. Dabei spielen die letzten 6 Wochen vor der Ernte sicherlich die größte Rolle. Das Eindringen des Pilzes in die Früchte erfolgt in erster Linie über Verletzungen, wie sie z.B. von Insekten oder Hagelschläge verursacht werden. Oft gehen Infektionen auch an der Berührungsstelle von einer Frucht auf die andere über. Die Überwinterung dieser Pilze erfolgt an Befallsstellen der Rinde und in Fruchtmumien.

Vorbeugende Maßnahmen

Fruchtmumien, die oft am Baum hängen bleiben dienen als Infektionsquelle für einen Befall im nächsten Jahr und sollten konsequent aus der Anlage entfernt werden.