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Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 17.10.2019
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Kernobst
Bei der Ernte oder beim Laubfall entstehen am Baum zunächst frische „Wunden“, wo Blätter oder Früchte angewachsen waren. Über diese kann der Erreger des Obstbaumkrebses bei feuchter Witterung ins Holz eindringen. In Problemanlagen kann somit nach der Ernte bis Ende des Blattfalls vor feuchter Witterung ein Schutz mit einem dafür zugelassenen Kupfermittel (zB Cuprovit, Funguran progress oder Flowbrix, auch Bio) aufgebracht werden.

Steinobst
Über Blattnarben können Bakterien wie der Rindenbrand (Pseudomonas) in den Baum eindringen. In Problemanlagen kann bis Ende des Blattfalls vor feuchter Witterung ein Schutz mit einem dafür zugelassenen Kupfermittel (zB Cuprozin progress, auch Bio) aufgebracht werden. Zur Vorbeugung der Rissbildung im Winter können Niederstammanlagen im Stammbereich mit weißer Farbe bestrichen werden. Dadurch vermindert sich die Aufheizung bei sonnigem Wetter.

Mäuse
Zur Bekämpfung der Feld- und Wühlmäuse in gefährdeten Anlagen laufend Fallen stellen.
Vorbeugend unbedingt:
  • Unkrautbewuchs/Fahrgassenbegrünung niedrig halten
  • Fallobst entfernen (Futtergrundlage!)
  • Gegenspieler fördern, zB Sitzstangen für Greifvögel aufstellen
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 03.09.2019
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Wetter
Ab Donnerstag erreicht kühlnasses Wetter Vorarlberg, das bis über das Wochenende hinaus immer wieder Niederschläge in Aussicht stellt.
 
Schorf/Lagerkrankheiten:
Bei späten Apfelsorten wie Jonagold, Idared und Braeburn ist jetzt noch eine finale Flint-Spritzung gegen Lagerfäule durchzuführen. Beachten Sie, dass die Bäume dabei trocken sein müssen, sonst gibt es Spritzflecken.
 
Stippevorbeugung: Der Spritzung möglichst einen Calciumblattdünger beigeben (auch in Bio möglich).
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 14.08.2019
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Wetter
Seit dem letzten Warndienst sind an allen Stationen zwischen 60 und 80 mm Regen gefallen. Beläge sind abgewaschen. Vom Donnerstag auf Freitag und dann wieder Sonntag Abend bis Mittwoch zeichnen sich neuerlich Regenphasen ab.

Strategie Kernobst bis zur Ernte
Schorf/Lagerkrankheiten: In schorf-befallenen Anlagen vor Regenphasen Belag nach ca. 50 mm Regen erneuern bis zum Triebabschluss/Ernte. Bei Lageräpfeln anstehende Abschlussbehandlungen nach Plan möglichst knapp vor Niederschlägen.
Apfelwickler: Der Larvenschlupf geht Ende August zu Ende. Schutz bis dahin aufrecht halten, idR genügt Granulosevirus, evtl. in geringer Dosierung (WZ 0-7 T, auch Bio).
Stippevorbeugung: Spritzungen möglichst einen Calciumblattdünger beigeben (auch in Bio möglich).

 

Strategie Zwetschken bis zur Ernte
Fruchtfäulen: Sorten, ab beginnender Blaufärbung vor stärkeren Niederschlägen behandeln, zB mit Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), Bio: Kumar (WZ 1 T). Spritzung ggf. nach 50 mm Regen oder 10 Tagen wiederholen, wenn erneut Regenwetter ansteht.
Kirschessigfliege: Anlagen und Umgebung (wilde Brombeeren, Holunder…) kontrollieren. Bei Befall Befallsherde rasch abernten. Nachbarbäume behandeln, zB mit Karate Zeon (WZ 14 T, bienengefährlich!) oder Spintor (WZ 3 T, bienengefährlich, auch Bio).
Pflaumenwickler: Ab 16.8. ist kein Pflanzenschutzmittel mehr gg. Pflaumenwickler zugelassen (außer Verwirrungsdispensern). Letzter Tag der Notfallzulassung: Harpun: 12.8., Coragen: 15.8.

Alle Wartezeiten reichlich einhalten!
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 09.08.2019
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Wetter
Seit Montag sind zwischen 35 mm (Schlins) und 60 mm (Hörbranz) Niederschlag gefallen. Damit sind Beläge stark strapaziert. Zunächst trocken. Nennenswerte Niederschläge voraussichtlich ab Sonntag Abend bis in den Dienstag hinein – Schwerpunkt am Montag.

Wartezeiten immer reichlich einhalten. Bei bienengefährlichen Mitteln auch den Unterwuchs beachten.

Kernobst
Schorf/Lagerkrankheiten: Belagserneuerung in schorf-befallenen, noch wachsenden Anlagen sowie anstehende Lagerbehandlungen möglichst knapp vor den Niederschlägen durchführen.
Regenflecken (Rußflecken/Fliegenflecken): Empfindliche Sorten und Anlagen mit extensiver Schorfbekämpfung ggf. behandeln mit Vitisan/ Kumar (WZ 0 T/1 T, beide auch Bio) nach Niederschlägen auf die abtrocknenden Blätter.
Apfelwickler: Der Larvenschlupf ist auf niedrigem Niveau im Gange. Schutz aufrecht halten: Mit Granulosevirus (WZ 0-7 T, auch Bio), bei sehr geringem Befall auch reduzierte Aufwandmenge, bei stärkerem Befallsdruck mit Mimic (WZ 14 T) oder Steward (bienengefährlich! Blühenden Unterwuchs mähen! WZ 7 T). Virus wirkt ca. 1 Woche, Abwaschung!, Mimic/Steward vorauss. bis zum Ende der 2. Gen. um den 25.8.
Schalenwickler: Der Flug war relativ stark. In Problemanlagen jetzt eine Bekämpfung durchführen, zB mit Lepinox Plus (auch Bio). Bei Einsatz von Mimic oder Steward gg. Apfelwickler werden Schalenwickler mit bekämpft.
Stippevorbeugung: Spritzungen möglichst einen Calciumblattdünger beigeben (auch in Bio möglich). Konzentration der Temperatur anpassen!

Zwetschken
Fruchtfäulen: Sorten, die ins Blau umschlagen, vor den Niederschlägen gg. Fruchtfäulen behandeln, zB mit Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), Bio: Kumar (WZ 1 T).
Kirschessigfliege: Erntereife Früchte auf Befall kontrollieren.
Scharka: Diese gefährliche Viruskrankheit zeigt sich vor allem durch aufgehellte Fleck- und Ringmuster der Blätter oder Ringmuster auf den Früchten bis hin zum Stein. Jetzt bei der Ernte auffällige Bäume markieren und vor Rückflug der Überträger-Blattläuse im Herbst Bäume roden.