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Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 21. Dezember 2023
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Pflanzenschutz im Winter
Pflanzenschutz ist mehr als Pflanzenschutzmittel anzuwenden. Alle anderen Möglichkeiten zu nutzen und Pflanzenschutzmittel nur in unverzichtbaren Fällen, nennt man den Integrierten Pflanzenschutz. Dieser wird seitens des Landes Vorarlberg auch bei Anwendungskontrollen abgefragt. Auch darum ist es gut, alle derartigen Maßnahmen zu nutzen und diese auch etwas zu dokumentieren.

Winterschnitt
Nutzen Sie den Winterschnitt zur Krankheitsbekämpfung: Feuerbrand-, monilia-, krebs- oder mehltaubefallene Zweige und Äste ausschneiden, Fruchtmumien, Mistelbefall entfernen. Bäume mit Symptomen der Apfeltriebsucht (Hexenbesen…) roden.

Mäusebekämpfung
Im Winter Mäusebekämpfung und -Vermeidung im Auge behalten. Unterwuchs kurz halten, um den Mäusen das Versteck vor Greifvögeln, Füchsen etc. zu nehmen. Randbereiche und Blühstreifen nicht auslassen. Fallobst entfernen (Nahrungsentzug für Mäuse). Zuwanderung regelmäßig kontrollieren! Fallen!
Baumausfälle Steinobst
Meistens sind Infektionen mit dem Bakterium Pseudomonas syringae Schuld. Wichtig ist, dass die Bäume im Winter keine Wunden haben oder bekommen.
  • Schnittmaßnahmen weitgehend in der warmen Jahreszeit durchführen (raschere Wundheilung)
  • Gg. Frostrisse: Stämme von jungen Bäumen südseitig weißeln, zB mit wasserlöslicher Dispersionsfarbe oder speziellen, lang haltenden Stammanstrichen (zB proagro Baumweiß, Arbo-Flex, Sedumin Baumschutzfarbe).
Falllaub
Gerade Pilzkrankheiten wie Apfelschorf, Marssonina oder Schrotschuss überwintern ganz oder teilweise im Falllaub. Daher sollte das Falllaub über Winter möglichst vollständig verrotten oder entfernt werden. Sollte ein Entfernen nicht möglich sein, kann mulchen/häckseln die Verrottung beschleunigen.
Im Frühjahr Harnstoffspritzung (Stickstoffdünger) auf das Laub am Boden fördert ebenfalls die Verrottung.
Fruchtholzkontrollen
Manche Schädlinge wie Frostspanner, Rote Spinne, Schildläuse, diverse Wickler oder Blattläuse überwintern am Baum. Um den Befalldruck für das kommende Jahr abzuschätzen, können zum Frühjahr hin Fruchtholzkontrollen auf Eier, Larven oder Schilde einen Überblick verschaffen.

Pflanzenernährung
Ein Teil des Pflanzenschutzes ist eine ausgewogene Pflanzenernährung. Hier hilft eine Bodenuntersuchung alle 3-5 Jahre, um die Nährstoffsituation zu beurteilen und die Düngung dahingehend anzupassen. Wir können Bodenproben ins Labor schicken und auch Düngeempfehlungen erstellen. Bei Bedarf gerne melden.
 
 
Ihnen allen frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr!
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 11. September 2023
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Wetter
Heute noch trocken und heiß. Ab morgen beginnende Abkühlung und gewittrig. Am Mittwoch voraussichtlich überall Regenschauer.

Kernobst
Abschlussbehandlungen für Lageräpfel: Wir erinnern an die ausstehenden Abschlussbehandlungen für Spätsorten (Idared, Braeburn, Natyra/SQ159), die eingelagert werden sollen. Heute und v.a. morgen wäre ein guter Zeitpunkt dafür, bevor es dann regnen soll. Bei Gloeosporium-Fruchtfäule anfälligen Sorten (zB Pinova, Rubinette, Topaz) kann eine Behandlung mit Geoxe (WZ 3 T) überlegt werden. Geoxe wirkt sehr gut gg. Gloeosporium, hat aber kaum eine Wirkung gg. Lagerschorf. Daher ggf. Schwefel zugeben.
Die Spritzungen können mit Calciumblattdüngungen kombiniert werden.

Apfelwickler: Wo in letzter Zeit noch Falter gefangen wurden, sollte in Spätsorten noch diese und nächste Woche ein Apfelwicklerschutz mit Granulosevirus (WZ 0-7 Tage, auch Bio) aufrecht erhalten werden. Dazu genügt die halbe Aufwandmenge oder weniger. Danach ist die Population für heuer abgeschlossen.

Kernhausfäulen: Kollegen berichten von überdurchschnittlich häufiger Kernhausfäule bei Pinova, Rubinette, Wellant/Fresco oder Ladina. Bitte kontrollieren und beim Einlagern berücksichtigen.

Steinobst
Nacherntebehandlungen gegen Blattkrankheiten: Nach dem schwierigen Frühjahr mit mancherorts ausufernden Blattkrankheiten sollte das Laub möglichst lange gesund erhalten werden. Dazu können jetzt nach Abschluss der Ernte rechtzeitig vor Regenwetter Behandlungen durchgeführt werden. Hierfür eignen sich zB Flint, Score oder Signum, in Bio Kupfer (Jahresgesamtkupfermenge beachten!)
Blattdünger wie Harnstoff, Magnesium, Bor und Zink können zugemischt werden.
 
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Alle Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C durchführen.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 21. August 2023
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Wetter
Die nächsten Tage noch heiß und trocken. Zum Wochenende hin gewittrig und dann markante Abkühlung mit Regen.

Kernobst
Lagerkrankheiten: Bei mittelfrühen und späten Lagerobstsorten die empfohlenen Abschlussbehandlungen zB mit Captan (ca. 5 und 4 Wochen vor der Ernte, Wartezeit 21 T) und Flint (ca. 3 Wochen vor der Ernte, WZ 14 T) (in Bio: Kupfer, zB Cuprozin progress, WZ 14 T) zeitgerecht durchführen. Ideal ist eine Ausbringung kurz vor Regenphasen.
Stippevorbeugung: Calcium-Blattdüngungen gg. Stippe sind temperaturbedingt erst wieder nächste Woche empfohlen.
Apfelwickler: Der Wicklerflug ist großteils schwach. Dennoch den Basisschutz mit Granulosevirus (WZ 0-7 T, Wirkungsdauer ca. 7 Sonnentage, auch Bio) aufrecht halten.
Anlagen ohne Fruchtbehang (zB durch Alternanz) brauchen nicht gegen diese Schaderreger behandelt zu werden, da sie nur Früchte befallen!
 
  • Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
  • Bei bienengefährlichen Mitteln blühenden Unterwuchs entfernen!
  • Alle Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C durchführen.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 10. August 2023
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Wetter
Wetterbesserung und wieder sommerliche Temperaturen. Abends vereinzelt Gewitter möglich.

Kernobst
Lagerkrankheiten: Die lange Nässephase war für Fäulnispilze ideal. Bei Lagerobst die empfohlenen Abschlussbehandlungen zB mit Captan (ca. 5 und 4 Wochen vor der Ernte, Wartezeit 21 T) und Flint (ca. 3 Wochen vor der Ernte, WZ 14 T) (in Bio: Kupfer, zB Cuprozin progress, WZ 14 T) zeitgerecht durchführen.
Stippevorbeugung: Bei Temperaturen unter 25 °C weiterhin Calcium-Blattdüngungen gg. Stippe durchführen (auch in Bio möglich à „Mangelerhebungsblatt Spurenelementdünger“ ausgefüllt ablegen).
Apfelwickler: Durch die Wärme wird der Madenschlupf wieder etwas in Schwung kommen. Den Apfelwicklerschutz ggf. erneuern. Basisschutz mit Granulosevirus (WZ 0-7 T, Wirkungsdauer ca. 7 Sonnentage, auch Bio), bei höherem Befallsdruck zB mit Mimic (WZ 14 T) oder Affirm Opti (lt. Hersteller bienengefährlich, WZ 7 T).

Anlagen ohne Fruchtbehang (zB durch Alternanz) brauchen nicht gegen diese Schaderreger behandelt zu werden, da sie nur Früchte befallen!
  • Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
  • Bei bienengefährlichen Mitteln blühenden Unterwuchs entfernen!
  • Alle Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C durchführen.