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Pflanzenschutzwarndienst- Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau.
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal – der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 20.06.2018
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Wetter
Manche Wetterberichte melden für Donnerstag Abend oder Freitag Abend verbreitet Gewitter. Flächendeckender Regen ist nicht in Sicht. Nach wie vor sommerliche Temperaturen. 

Kernobst
Vor allem bei Sorten ohne Schorfresistenz und bei Befall den Schutz gegen Schorf aufrecht halten und alle ca. 7 Tagen bzw. nach ca. 50 Liter Regen erneuern. 
Gg. Mehltau ein spezielles Mehltaumittel zugeben, zB Topas. Mehltauzweige aus-brechen.
Nennenswerter Schlupf des Apfelwicklers startet in Tallagen Ende dieser Woche. Somit mit der Bekämpfung starten, zB mit Granulosevirus (biotauglich, Wirkungs-dauer ca. 1 Woche), einem Entwicklungshemmer, zB Steward (Wirkungsdauer ca. 14-20 Tage) oder in Problemanlagen Coragen (Wirkungsdauer ca. 3-4 Wochen). Generell hat es sich bewährt, Fungizidbehandlungen 1/10 Aufwandmenge an Gra-nulosevirus zuzugeben.
Bei gröberen Blattlaus- oder Blutlausproblemen kann jetzt bei den warmen Tem-peraturen eine Bekämpfung mit Pirimor durchgeführt werden. Generell aber die Ar-beit der Nützlinge einkalkulieren. Im Bio-Anbau abends bei kühleren Temperaturen Kaliseife und/oder Pyrethrum verwenden. Gute Benetzung ist wichtig.
Vielerorts zeigt sich nun auch im Streuobst starker Feuerbrandbefall. Gröbere Be-fälle bei der Gemeinde melden und darauf achten, dass die Bäume bis zur nächs-ten Blüte wieder befallsfrei sind.

Steinobst
Generell Schutz gg. Blattkrankheiten aufrecht erhalten (ca. alle 10 Tage). 
Bei Kirschen ab dem Umfärben die Kirschfruchtfliegenbekämpfung durchführen, zB 1-2 mal mit Mospilan (Wartezeit 7 Tage). Bei Befall durch Kirschessigfliege kann kurz vor Erntebeginn bis zu zweimal eine Bekämpfung mit SpinTor (biotaug-lich, bienengefährlich, WZ 3 Tage) durchgeführt werden. Ansonsten nach Möglich-keit engmaschige Netze verwenden.
Die erste Generation des Pflaumenwicklers braucht bei ausreichendem Behang nicht bekämpft zu werden.

 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 15.06.2018
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Wetter
Zunächst warm und trocken. Von Sonntag Abend auf Montag Vormittag ca. 60 % Wahrscheinlichkeit für Niederschläge. Danach wieder trocken.

Kernobst
Zwischen Bodensee und Feldkirch sind Beläge durch den Starkregen mit 50-100 l/m² Mitte dieser Woche abgewaschen. Im Walgau lagen die Niederschläge nur bei etwa 20 l/m². Hier könnten noch Restbeläge vorhanden sein.
Bei sichtbarem Schorfbefall (genau kontrollieren!) bis Sonntag Mittag einen neuen Belag aufbringen (zB mit Delan oder Curatio/Bio aber bienengefährlich) oder abwarten, ob Regen kommt und ggf. nach Niederschlagsende am Montag Vormittag aufs nasse Blatt eine Spritzung aus Netzschwefel plus Vitisan (beides biotauglich).
Gegen Mehltau Netzschwefel oder bei Temp über 25 ° ein Mehltaumittel einsetzen, zB Topas. Mehltautriebe laufend ausbrechen.
Apfelwickler-Schutz aufrecht halten. Granulosevirus und Entwicklungshemmer sind durch den Regen im Rheintal weitgehend abgewaschen. Coragen dringt ins Gewebe ein und wird kaum abgewaschen.
Der Schalenwicklerschlupf ist im Gange. Mit Entwicklungshemmern bzw. Coragen werden neben dem Apfelwickler auch Schalenwickler erfasst. In Bio bei Problemen ggf. Capex 2-Virus oder Lepinox Plus (Bacillus thuringiensis) verwenden
Feuerbrand-Symptome haben sich verstärkt. Auf Feuerbrandbefall kontrollieren und ausbrechen, Meldepflicht bei der Gemeinde! 

Kirschen
Ab dem Umfärben die Kirschfruchtfliegenbekämpfung durchführen, wenn Fliegen auf den Gelbtafeln gefangen werden, zB mit Mospilan (Wartezeit 7 Tage).
In den Essigfallen wurden erste Kirschessigfliegen gefangen. Kirschen laufend kontrollieren. Bei beginnendem Befall an Einzelbäumen diese rasch abernten und die anderen Bäume mit SpinTor behandeln (biotauglich, bienengefährlich, WZ 3 Tage).
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 11.06.2018
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Wetter
Nach Gewittern ab heute Abend ändert sich das Wetter ab Morgen auf eine nasskühle Perio-de mit viel Niederschlag. Gegen Ende der Woche wird es trockener, bleibt aber wechselhaft.

Kernobst
Heute noch eine Schorfbehandlung zB mit Delan, in Bio mit Curatio (bienenge-fährlich, Gewässerabstände!!) ausbringen. Gegen Mehltau zB Vegas zugeben, Mehltauzweige ausbrechen.
Bäume auf Feuerbrandbefall kontrollieren und ausbrechen, gröbere Befälle bei der Gemeinde melden.  
Wer letzte Woche keine Behandlung gegen Apfelwickler durchgeführt hat, sollte jetzt mit Granulosevirus, zB Madex (biotauglich, Wirkungsdauer ca. 1 Woche), ei-nem Entwicklungshemmer, zB Steward (Wirkungsdauer ca. 14-20 Tage) oder in Problemanlagen Coragen (Wirkungsdauer ca. 3-4 Wochen) behandeln. Allfällige Blattlausbehandlungen sind in einer Trockenphase gegen Ende der Wo-che sinnvoll.

Steinobst
Bei Kirschen ab dem Umfärben die Kirschfruchtfliegenbekämpfung durchführen, zB 1 - 2 mal mit Mospilan (Wartezeit 7 Tage). 
Bei Befall durch Kirschessigfliege kann kurz vor Erntebeginn bis zu zweimal eine Bekämpfung mit SpinTor (biotauglich, bienengefährlich, WZ 3 Tage) durchgeführt werden. Ansonsten nach Möglichkeit engmaschige Netze verwenden.
 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 05.06.2018
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Wetter
Für die nächsten Tage wird schwülwarmes Wetter mit verstärkte Gefahr von Gewitter vorausgesagt. 

Kernobst
Liegt die letzte Behandlung gegen Schorf länger als 7 Tagen zurück bzw. fielen über 50 Liter Regen, ist ein neuer Belag aufzubringen, zB mit Delan, in Bio mit Cu-ratio (bienengefährlich, Gewässerabstände!!). Gegen Mehltau zB Topas zugeben, Mehltauzweige ausbrechen.
Falls noch nicht erfolgt, eine Behandlung gegen Apfelwickler durchführen zB mit Granulosevirus (biotauglich, Wirkungsdauer ca. 1 Woche), einem Entwicklungs-hemmer, zB Steward (Wirkungsdauer ca. 14-20 Tage) oder in Problemanlagen Coragen (Wirkungsdauer ca. 3-4 Wochen). Generell hat es sich bewährt, Fungizid-behandlungen 1/10 Aufwandmenge an Granulosevirus zuzugeben.
Bei gröberen Blattlaus- oder Blutlausproblemen kann bei den warmen Temperatu-ren mit Pirimor behandelt werden. Im Bio-Anbau abends bei kühleren Temperaturen Kaliseife und/oder Pyrethrum verwenden. Gute Benetzung ist wichtig.
Bäume auf Feuerbrandbefall kontrollieren und ausbrechen, gröbere Befälle bei der Gemeinde melden.  

Steinobst
Generell Schutz gg. Blattkrankheiten aufrechterhalten (ca. alle 10 Tage). 
Bei Kirschen ab dem Umfärben die Kirschfruchtfliegenbekämpfung durchführen, zB 1-2 mal mit Mospilan (Wartezeit 7 Tage). Bei Befall durch Kirschessigfliege kann kurz vor Erntebeginn bis zu zweimal eine Bekämpfung mit SpinTor (biotaug-lich, bienengefährlich, WZ 3 Tage) durchgeführt werden. Ansonsten nach Möglich-keit engmaschige Netze verwenden.
Die erste Generation des Pflaumenwicklers braucht bei ausreichendem Behang nicht bekämpft zu werden.