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Pflanzenschutzwarndienst- Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau.
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal – der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 16.08.2018
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Wetter
Heute und Morgen Vormittag ist es heiß und trocken. Ab Freitag Nachmittag sind lo-kale Gewitter mit Starkregen angekündigt, danach folgen schwüle Tage mit lokalen Regengüssen.

Kernobst
Lagerkrankheiten: Bei frühen Lagersorgen vor den Niederschlägen eine Abschluss-spritzung mit Flint (WZ 14 Tage) durchführen. Mittelfrühe und späte Lagersorten nochmals mit Captan (WZ 21 bzw. 28 Tage) behandeln.
Bio: MycoSin (Strategie: Mehrmals im wöchentlichen Abstand ab 6 Wochen vor der Ernte). Mycosin (Aluminium-Sulfat) ist als Düngemittel gelistet und hat keine Warte-zeit.

Apfelwickler: Nach wie vor herrscht ernstzunehmender Schlupf. Daher Granulosevi-rus zugeben (Wartezeit 0 bzw. 7 Tage). Ist noch eine Restwirkung von Coragen oder Steward zu erwarten, dann verringerte Aufwandmenge ausbringen. Granulosevirus ist biotauglich. Wirkungsdauer ca. 7 Tage.
Zur Stippe-Vorbeugung einen Calciumblattdünger mit ausbringen.

Kirschessigfliege
Holunder-Anlagen kontrollieren und ggf. eine Spritzung durchführen, in Holunder zB mit Karate Zeon (WZ 14 Tage) oder Spintor (WZ 3 Tage), beide bienengefährlich.
Die Fallenfänge können auf der Warndienstplattform eingesehen werden unter: https://obstwarndienst.lko.at/2313/Weitere-Schaedlinge-und-Krankheiten?m=0, (rote Schaltfläche rechts unten anklicken)
Spritzungen in weniger heißen Tageszeiten durchführen und Wartezeiten reichlich einhalten.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 07.08.2018
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Wetter
Zunehmend gewittrig. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag endet die Hitzewelle mit Regen. Ab Freitag Nachmittag wieder trocken und zunehmend wärmer.

Kernobst
Lagerkrankheiten: Bei Lagersorten vor den Niederschlägen eine von ca. 3 Ab-schlussspritzungen durchführen (Strategie: möglichst 2x Captan, dann 1x Flint). Dabei die Wartezeiten beachten (Captan 21 bzw. 28 Tage, Flint 14 Tage). In Bio: MycoSin (Strategie: Mehrmals im wöchentlichen Abstand ab 6 Wochen vor der Ern-te). Mycosin (Aluminium-Sulfat) ist als Düngemittel gelistet und hat keine Wartezeit.
Apfelwickler: Nach wie vor Schlupf aus Zeiten mit guten Paarungsbedingungen. Daher Granulosevirus zugeben (Wartezeit 0 bzw. 7 Tage). Wenn die Wirkung frühe-rer Behandlungen ausgelaufen ist, dann die normale Aufwandmenge. Ist noch eine Wirkung von Coragen oder Steward zu erwarten, dann verringerte Aufwandmenge. Granulosevirus ist biotauglich. Wirkungsdauer ca. 7 Tage.

Kirschessigfliege
In Holunder werden nun zahlreiche Kirschessigfliegen gefangen. Anlagen kontrol-lieren und ggf. eine Spritzung durchführen, in Holunder zB mit Karate Zeon (WZ 14 Tage) oder Spintor (WZ 3 Tage), beide bienengefährlich, Spintor ist biotauglich.
Die Fallenfänge können auf der Warndienstplattform eingesehen werden unter:
http://obstwarndienst.lko.at/2313/Weitere-Schaedlinge-und-Krankheiten?m=0, (rote Schaltfläche rechts unten anklicken)

Spritzungen in weniger heißen Tageszeiten durchführen und Wartezeiten 
reichlich einhalten.

 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 02.08.2018
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Wetter
Gestern hat es verbreitet stark gestürmt und im Bereich Gaißau und Höchst dazu noch gehagelt.
Kernobst:
In Anlagen mit stärkerem Hagelschaden oder durch Sturm zerfetzte Blätter baldmög-lichst einen Pilzschutz ausbringen, wo die Wartezeit dies noch erlaubt. 
Im IP-Anbau dafür ein Captanmittel verwenden. Merpan, Star Captan und Scab ha-ben 21 Tage Wartezeit, Malvin, Orefa Captan und Sigma haben 28 Tage Wartezeit.
Im Bio-Anbau ein zugelassenes Kupfermittel (Wartezeit je nach Mittel bis zu 21 Ta-ge). Dabei die jährliche Gesamtkupfermenge nicht überschreiten.
Apfelwicklerschutz aufrecht halten.

Steinobst:
In Anlagen mit stärkerem Hagelschaden oder durch Sturm zerfetzten Blättern bald-möglichst einen Pilzschutz ausbringen, wo die Wartezeit dies erlaubt.
Im IP-Anbau ein breitwirksames Fungizid verwenden, zB Flint oder Signum (beide: 7 Tage Wartezeit)
Im Bio-Anbau ein zugelassenes Kupfermittel (Wartezeit je nach Mittel bis zu 21 Ta-ge). Dabei die jährliche Gesamtkupfermenge nicht überschreiten.
Bei abgeernteten Bäumen gibt es keine Wartezeit.

Auch heute soll es sehr heiß werden. Spritzung daher am Abend ausbringen, wenn es kühler ist.
 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 19.07.2018
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Wetter
Ab Freitag Nacht endlich Beginn einer zweitägigen Regenphase. Teils werden ho-he Niederschlagsmengen angekündigt. Ab Montag wieder trocken und sommerlich.

Apfel
Schorf: Alle Anlagen, die nicht in den letzten Tagen behandelt wurden, vor den Niederschlägen mit einem neuen Belag versehen (zB mit Delan, in frühen Lagers-orten ein Captanmittel). In Bio vorbeugend Kupfer und unmittelbar nach dem Regen die Nebenwirkung einer Marssonina-Behandlung mit Curatio (bienengefährlich) nutzen.
Apfelwickler-Schutz aufrecht halten. Granulosevirus wg. Abwaschung erst nach dem Regen spritzen. Ansonsten generell jeder Schorfspritzung 1/10 Aufwandmen-ge an Granulosevirus zugeben (außer bei Curatio: Nicht mischen).
Stippe: Vor allem bei großen Fruchtgrößen oder starkem Behang regelmäßig einen Calciumblattdünger zugeben, zB Calciumchlorid, Kalksalpeter, Lebosol Calcium, Wuxal Calcium o.ä. Bei heißem Wetter niedrige Konzentration wählen.

Zwetschken
Gegen Pflaumenwickler sortenweise gestaffelt 4-5 Wochen vor Erntebeginn der jeweiligen Sorte eine Behandlung mit Coragen durchführen (Wirkung ca. 4 Wo-chen, sehr regenfest, Wartezeit 14 Tage). In Bio keine Spritzung möglich.
Bei reifenden Sorten vor stärkerem Regen gegen Fruchtfäulen eine Behandlung durchführen zB mit Teldor oder Signum (WZ 3 bzw. 7 Tage). Bio: Serenade ASO bzw. Cuprozin progress (WZ 0 bzw. 21 Tage)

Kirschessigfliege
Die Fallenfänge bewegen sich auf niedrigem Niveau. Vereinzelt gibt es massiven Befall in Kirschen. 
Vorbeugemaßnahmen durchführen (Netze, kurze Ernteintervalle, vollständiges Ab-ernten…) und notfalls erlaubte Pflanzenschutzmittel einsetzen. Dabei die Bienen-gefahr beachten.