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Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi)

Die Kirschfruchfliege zählt zu den Hauptschädlingen bei Kirsche und Weichsel. Bereits eine geringe Vermadung der Früchte macht die Ernte unverkäuflich. Bei Kirschensorten, die bis KW3 reifen wird normalerweise kein Befall sichtbar, da die Eiablage erst zu später einsetzt. Bei Spätsorten ist in manchen Jahren allerdings ein Befall über 50 % möglich.

Kirschfruchtfl LarveMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Larve
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© Obstbauberatung LK Steiermark
Adulte Kirschfruchtfliege
Kirschfruchtfl AusbohrungMU.JPG
© Obstbauberatung LK Steiermark
Einstichstelle in Frucht

Schadbild

Im Inneren befallener Fruchte findet man eine mehrere mm große, weiße fußlose Larve (Abb.). Zur Ernte haben die Früchte häufig eine dunkle Einsenkung mit einer kleinen Öffnung, durch diese die ausgewachsene Larve die Frucht verlassen hat.

Erreger/Lebensweise

Ausgewachsene Fliegen (Abb.) treten ab Mai bis Anfang Juli auf und legen ihre Eier mit einem Legestachel in die Früchte. Das erfolgt ab dem Zeitpunkt wo sie auf gelb umfärben. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven und ernähren sich vom Fruchtfleisch der Kirsche. Nach etwa weiteren drei Wochen verlassen die ausgewachsenen Larven die Kirsche durch ein Loch im Stielbereich und lassen sich zu Boden fallen. Die Verpuppung erfolgt im Boden und die Fliegen erscheinen wieder rechtzeitzeitig zur Eiablage im nächsten Frühjahr.